DRS-UFF: Automatisiertes Präzisonsfräsen

Laser Camel erfüllt alle Anforderungen an ultraflache Industrieböden

In automatisierten Hochregallagern, Logistik und Rechenzentren sowie Produktionsstätten sind hochpräzise Industrieböden Voraussetzung für den sicheren und effizienten Betrieb fahrerloser Transportsysteme.

Mit steigender Bodenqualität erhöhen sich die realisierbaren Geschwindigkeiten und die Präzision der Systeme bei gleichzeitig geringeren Wartungs und Ausfallzeiten. Bereits kleinste Unebenheiten können Schwingungen, Verschleiß oder Fehlpositionierungen verursachen.

Bei Neubauten lassen sich solche Böden durch lasergesteuerte Fertiger oder spezielle Estriche herstellen. Für Bestandsböden sind diese Verfahren jedoch meist ungeeignet oder mit hohen Kosten und Stillstandszeiten verbunden. Daher kommt hier die mechanische Bearbeitung durch Schleifen oder Fräsen zum Einsatz.

Klassische Verfahren folgen jedoch dem vorhandenen Bodenprofil und reproduzieren Unebenheiten. Moderne laser und sensorgesteuerte Fräskonzepte erzeugen dagegen eine neue Referenzebene mit engen Toleranzen. Eine solche Technologie bringt die Dr. Schulze Unternehmensgruppe 2026 erstmals auf den europäischen Markt.

Führung statt Nachfahren

Das Herzstück des Verfahrens ist die Hochleistungs Bodenfräsmaschine Laser Camel mit aktivem Führungssystem. Im Gegensatz zu konventionellen Maschinen passt sie Frästiefe und Fahrweg vollautomatisch an und orientiert sich an einer vorgegebenen Laser Referenzebene. Der Fahrweg wird mit bis zu 3 mm Genauigkeit gesteuert, was insbesondere für Schmalganglager entscheidend ist. Lokale Erhebungen oder Senken beeinflussen die resultierende Ebenheit nicht.

Ein integriertes Steuerungssystem der Fräskopfneigung hält den Fräskopf wahlweise stets in streng horizontaler Position oder unter einem voreingestellten Neigungswinkel, was eine präzise Bearbeitung von Rampen, Gefällen und Übergängen der VNA Flächen ermöglicht. Optional kann die Maschine auch ohne Lasersteuerung zur konventionellen Untergrundvorbereitung oder zur Freilegung von Zuschlagstoffen eingesetzt werden.

Produktiv und wirtschaftlich

Die vollständig zahnradgetriebene Konstruktion reduziert Wartung und erhöht die Betriebssicherheit. Frästiefen lassen sich in 0,25-mm-Schritten einstellen, bis maximal 25 mm pro Durchgang. Die feine Frässtruktur kann mit einem einzigen, anschließenden Schleifgang entfernt werden. Bei durchschnittlich 5 mm Frästiefe sind Tagesleistungen von 350–400 m2 möglich.Der Produktivitätsgewinn ergibt sich aus hoher Abtragsleistung, automatisierter Steuerung, geringem Nachbearbeitungsaufwand, trockenem Fräsen sowie kompakten Abmessungen. Die erzielten Ebenheiten erfüllen internationale Normen wie EN 15620, DIN 15185 VDMA, ACI F-min und TR34.

Weitere Systemkomponenten

Ergänzt wird Laser Camel durch das selbstfahrende und ferngesteuerte Absaugsystem Wolf Max für staubfreien Betrieb sowie durch leistungsstarke Schleifmaschinen für Schmalgang- und Großflächenanwendungen. Der Betrieb des Fräs-/Absaugpakets ist durch einen einzelnen Operator möglich.

Das Fazit

Mit Laser Camel stellt die Dr. Schulze Unternehmensgruppe eine überzeugende technologische Innovation bei der Herstellung ultraflacher Industrieböden vor. Die Kombination aus Laserführung, Sensorik und präziser Tiefenregelung ermöglicht reproduzierbare Ebenheiten, hohe Wirtschaftlichkeit und deutliche Zeit- und Kostenvorteile. Erreichbare Ebenheitswerte von ±1 mm auf 50 m Länge unterstreichen die Eignung für höchste Präzisionsanforderungen.

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